"Die Welt soll sehen, dass wir hier sind, um zu kämpfen!"

20.01.2017 jetzt.de

US-Aktivistinnen erzählen von ihrem Widerstand rund um die Amtseinführung Donald Trumps.
Protokolle von Kathrina Edinger, Lara Wiedeking und Nadja Schlüter

Heute wird Donald Trump als 45. Präsident der USA vereidigt. Rund um die Zeremonie und die Feierlichkeiten vor dem Kapitol und auf der National Mall in Washington, bei der Trump-Fans dem neuen Präsidenten zujubeln werden, formiert sich Widerstand gegen das neue Staatsoberhaupt. Vor allem junge Leute wollen Freitag und Samstag auf die Straße gehen, um ihre Kritik an Trump und ihre Anliegen sicht- und hörbar zu machen. Vier Aktivistinnen erzählen vorab, was Trumps Wahlsieg für sie bedeutet, was ihre Ziele sind und was sie jetzt und in Zukunft planen. (ganzer Text auf jetzt.de)

RaeAnn, 32, verkörpert vieles, was der neue US-Präsident in der Vergangenheit nicht gerade mit freundlichen Worten bedacht hat

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Was ist heute eigentlich links?

11.10.2016 jetzt.de

Langsam und mit bitteren Gesichtern schreiten die Trauergäste den Friedhofspfad entlang. Im Strom von überwiegend jungen Gesichtern, die ihrem gerade mal 33-jährigen Freund, Ex-Kommilitonen und Wegbegleiter die letzte Ehre erweisen wollen, entdecke ich Otto (Schily) und Rudi (Dutschke). Schnitt. Ich sehe Rudi am Grab stehen. Er bleibt nicht lange. Die Kameras der Reporter lösen schon klickend aus. Er hebt nur kurz die Hand, macht eine Faust: „Holger, der Kampf geht weiter“.  Schnitt. Ich sehe die große Menschenmenge am Rand des offenen Grabes. Erst verzagt, dann stärker, getragen von hunderten Stimmen, kann ich die „Internationale“ ausmachen – das sozialistische Kampflied.

„Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht! Die Internationale erkämpft das Menschenrecht." 

Ich drücke Stopp.

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Ich muss mich von dir verabschieden, mein liebes Tagebuch

27.10.2016 jetzt.de

Bei meinen Recherchen für den Film "Was geht mich das an? Die NS-Zeit" bin ich in der Münchner Staatsbibliothek auf das Tagebuch der zwölfjährigen Věra gestoßen, herausgegeben von einem tschechischen Priester.

Es hat mich fasziniert, dass sich das Tagebuch erst mal wie eine unbeschwerte Kindheit liest. Es geht darin um ganz alltägliche Dinge, wie Chemieprüfungen, Spielenachmittage, die Frage wer ist in wen verknallt. Ich habe in ihrem Alter ein ganz ähnliches Tagebuch geschrieben. Věras Tagebuch könnte also das eines jeden Mädchens sein. Ist es aber nicht.
 

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A professional writer is an amateur who did not quit

Irgendwie kann ich es noch nicht richtig fassen, aber es tatsächlich soweit:

Im Jahr 2011 nahm das Projekt mit der Idee, einen Dokumentarfilm über die Geschichte des Truppenübungsplatz Heuberg zu machen, seinen Anfang. Ein ambitioniertes, manchmal ganz schön illusioniertes, wahnsinnig schönes, langwieriges und lehrreiches Projekt. 2012 war der Film dann fertig. Aber das Projekt wehrte sich irgendwie dagegen, in der Schublade "abgearbeitet" zu landen.

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Karneval in der Hauptstadt der Bewegung

Manege frei für "Die Rechte" gegen das NS-Dokumentationszentrum. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof macht's möglich. Begründung: mangelnde Symbolkraft von Tag und Ort.
Manchmal haben die traurigsten Schauspiele eine unfreiwillige Komik. Vielleicht ist es die Schadenfreude über die Lächerlichkeit des traurigen Clowns, die uns umso mehr über ihn lachen lässt. Vielleicht muss man aber auch nur versuchen zu lachen, wenn einem zum Heulen zu Mute ist. In München hat sich am 30. April 2015 ein solches Schauspiel ereignet. Die Artisten in der Manege: Die Stadt München, "Die Rechte" und der Bayerische Verwaltungsgerichtshof.
Kommen Sie rein, schauen Sie zu! Es könnte unterhaltsam werden.  

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